"Divina"

Les Passions de l’Ame
Orchester für Alte Musik
Solist: Jonathan Sells, Bass
Leitung: Meret Lüthi

Les Passions de l’Ame

Seit 2008 sorgt Les Passions de l’Ame, Berns Orchester für Alte Musik, unter der künstlerischen Leitung der Geigerin Meret Lüthi für frisches Hinhören. Lebendige Interpretationen auf historischem Instrumentarium sind das Markenzeichen des internationalen Orchesters mit Sitz in Bern, das «frischen Wind in den mitunter spröden Klassikbetrieb bringt» (Berner Zeitung 2010).

Höhepunkte feierte «das berühmteste Barockensemble der Schweiz» (24 heures 2016) bei den Händel-Festspielen Halle (2019), beim Valletta International Baroque Festival auf Malta (2019), beim Musikfest Stuttgart (2018), beim Concentus Moraviae (2018), den Schwetzinger Festspielen (2018), dem Internationalen Bachfest Schaffhausen (2018), den Arolser Barock-Festspielen (2018), mit der inszenierten «Marienvesper» in Kooperation mit dem Luzerner Theater (2017), beim London Festival of Baroque Music (2017), bei den Tagen Alter Musik Regensburg (2018 und 2016), beim Lucerne Festival (2015), beim London Handel Festival (2015), beim Festival Oude Muziek Utrecht (2014), den Feierlichkeiten der Kulturhauptstadt Riga (2014), im Concertgebouw Brugge (2015 und 2013) sowie in Konzerten mit Kristian Bezuidenhout, Hana Blažíková, Simone Kermes, Nuria Rial, Carolyn Sampson, Dorothee Oberlinger und Hans-Christoph Rademann.

Die MusikerInnen von Les Passions de l’Ame sind international tätige Spezialisten für Alte Musik und arbeiten sowohl als Solisten, als Kammermusiker, als Orchestermusiker, wie auch als Dozenten für Institutionen wie das Freiburger Barockorchester, das Belgian Baroque Orchestra B’Rock, das Konservatorium Antwerpen oder die Hochschule der Künste Bern.

Mit spritzigen Programmkreationen wie «Passion Attacks», «Die Sieben Todsünden» oder «PASTAcaglia» weckt das «Barockensemble der Spitzenklasse» (Schaffhauser Nachrichten 2012) in seiner eigenen erfolgreichen Berner Konzertreihe «Alte Musik? – Ganz neu!» die Neugierde auf unbekanntes und bekanntes Repertoire des 17. und 18. Jahrhunderts.

Der Name des Orchesters verweist auf einen Aufsatz von René Descartes aus dem Jahre 1649. Darin spricht der Philosoph von der Leidenschaft, die zwischen Körper und Seele vermittelt. Genau in dieser Vermittlerfunktion sieht das Ensemble auch die Musik und macht im Konzert «les passions» zum unmittelbaren Erlebnis.

Radiostationen in ganz Europa übertragen regelmässig die Konzerte von Les Passions de l’Ame (u.a. SRF 2 Kultur, Deutschlandfunk Kultur, Espace 2, BBC, BR, WDR, SWR, HR, Latvijas Radio, concertzender.nl). Zwei Konzerte in Nürnberg und bei den Händel-Festspielen in Halle wurden 2019 vom Bayerischen Rundfunk bzw. von Arte als Videolivestream online übertragen. Die fünf CDs «Spicy» (2013) und «Schabernack» (2017), je mit dem Diapason d’or prämiert, «Bewitched» (2014), mit dem Supersonic Award geehrt, sowie «Variety» (2019) und «Divina» (2020) erschienen beim Label Sony Music (dhm).

Jonathan Sells, Bass

Jonathan Sells wurde in London geboren und wohnt seit 2012 in Bern. Nach dem Studium der Musik und Musikwissenschaft an der Universität Cambridge absolvierte er Opernstudien an der Guildhall School of Music and Drama, wo er verschiedene Preise gewann. 2010 bis 2012 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich, wo er u.a. Zettel (Ein Sommernachtstraum), Maître Luther (Les Contes d’Hoffmann), den König (Orff, Die Kluge), und Rossinis Bartolo verkörperte. Er sang am Teatro Real (Monteverdi, L’Orfeo), Glyndebourne Festival Opera (Cover: Don Alfonso), Wexford Festival Opera (Germont père), Verbier Festival Academy (Leporello), Opéra de Dijon (La Pellegrina; Ullmann, Der Kaiser von Atlantis), Oper Schloss Hallwyl (Rossini, Figaro), Oper Schloss Waldegg (Titelrolle: Grétry, Le Huron), und Operettenbühne Hombrechtikon (Titelrolle: Zar und Zimmermann).

Mit dem Konzertfach gastierte er in der Berliner Philharmonie, im Schloss Versailles, am Lincoln Center, in der Carnegie Hall, im Londoner Barbican Centre, in der Royal Albert Hall (BBC Proms), im Westminster Abbey, im KKL, im Berner Kulturcasino, im Berner Münster und in der Tonhalle und sang unter John Eliot Gardiner, William Christie, Roger Norrington, Ton Koopman, Masaaki Suzuki und Richard Egarr.

2010 gab Jonathan Sells seinen ersten Solo-Liederabend in der Wigmore Hall. Er hat bei verschiedenen Lied-Festivals in England und der Schweiz mitgemacht. Im Februar 2016 wird er mit dem Komponisten Edward Rushton am Klavier für „Liedrezital Zürich“ in der Tonhalle singen sowie mit einem Streichquartett in den Berner Liederstunden.

http://www.jonathansells.co.uk/

Programm

Werke von Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704), Johann Joseph Fux (1660-1741) und Johann Heinrich Schmelzer (1623-1680)

Hörprobe «Divina»:

Webseite “Les Passions de l’Ame” Link

 

 

Mittwoch 16.09.2020Stadthofsaal Uster19:30 Uhr Fr. 65.- / 50.- / 35.-
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