Amerika

Akademisches Orchester, Leitung Martin Lukas Meister
André Desponds, Klavier

Programm

Aaron Copland (1900 – 1990) – El Salon Mexiko (1936)

Charles Ives – 2. Sinfonie d-Moll (1902)
Andante moderato
Allegro
Adagio cantabile
Lento (maestoso)
Allegro molto vivace

***

George Gershwin (1898 – 1937) – Rhapsodie in Blue (1924)

Die in diesem Konzert gespielten Werke der amerikanischen Komponisten Aaron Copland, George Gershwin und Charles Ives sind alle zwischen 1897 und 1936 entstanden. Mit El Salón México beschreibt Copland ein Tanzlokal in México City und führt das Publikum vom Saal der upper-class mit eher europäisch geprägtem Tanzstil zu rhythmisch wildem Tanz mit mexikanischen Melodien bis in den Tanzsaal, wo barfuss getanzt wird. Die Idee, klassische Sinfonik mit Jazz zu kombinieren, stammt vom Jazzbandleader Paul Whiteman, der Gershwin regelrecht zur Komposition der Rhapsody in Blue überreden musste – das Werk wurde knapp vor der Uraufführung fertig. Gershwin selbst spielte den Klavierpart aus der Bandpartitur ohne eine Klavierstimme. „Wait for nods, warte bis dir zugenickt wird“ war die Anweisung für seine Einsätze.  Heute sind Melodien weltberühmt geworden.

Mit dem Pianisten André Desponds liegt der Solopart in den absolut richtigen Händen! Ives wollte in seiner Sinfonie Nr. 2 traditionelle europäische und amerikanische Musik vereinen, was ihm mit Anspielungen auf verschiedene Kompositions- und Musikstile gelang. Mit diesen drei Werken bietet das abwechslungsreiche Konzert viele Überraschungen – bis zum Schluss …

Mit diesem Konzert beschliessen wir schwungvoll unsere Saison und danken Ihnen, unserem Publikum, für die Treue.

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[accordion-item title=“Akademisches Orchester Zürich“]

 

Das Akademische Orchester Zürich (AOZ) wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet und umfasst zurzeit etwa 80 Mitglieder. Es steht allen Studierenden und Assistierenden der Universität Zürich und der ETH Zürich offen. In den 30er- und 40er-Jahren wurde das Orchester vom bekannten Zürcher Komponisten Paul Müller geleitet. Bedingt durch die Anzahl seiner Mitspieler wurden vor allem kammermusikalische Werke aufgeführt. In den 40er- bis zur Mitte der 60er-Jahre war der Mozartforscher Ernst Hess Dirigent.

Erst unter der Leitung von Johannes Schlaefli wuchs der Klangkörper zum grossen Sinfonieorchester an. Mit seinem hohen technischen und musikalischen Niveau zählt das AOZ heute zu den besten Laienorchestern der Schweiz. In regelmässigen Abständen werden Orchesterwerke wie auch Solistenkonzerte erarbeitet. Ein Ziel besteht darin, junge, hoffnungsvolle Solistinnen und Solisten vorzustellen. Auch das Mitwirken an akademischen Feiern gehört zu den Aktivitäten des Orchesters. Seit der Gründung des AOZ wurden zahlreiche Ur- und Erstaufführungen dargeboten sowie Rundfunkaufnahmen produziert. Regelmässig werden auch Werke von weniger bekannten Komponisten einstudiert.

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[accordion-item title=“André Desponds, Klavier“]

 

André Desponds gehört zu den wenigen Pianisten, die sich in einer Bach-Fuge oder einer Chopin-Ballade genauso zu Hause fühlen wie beim Improvisieren über „I Got Rhythm“. Kaum 16-jährig tritt er in die Konzertausbildungsklasse von Sava Savoff an der Musikhochschule Zürich ein und wird an nationalen und internationalen Wettbewerben vielfach ausgezeichnet. Es folgen zahlreiche internationale Auftritte. Mit Künstlerpersönlichkeiten wie Noëmi Nadelmann, Simon Estes, Andreas Vollenweider und Bettina Boller verbindet ihn eine langjährige musikalische Zusammenarbeit.

Daneben entfaltet André Desponds eine breitgefächerte musikalische Tätigkeit als Jazz-Improvisator, Stummfilmbegleiter oder Theater- und Filmkomponist. Aus der Fülle von Projekten seien nur einige herausgegriffen: Gründung des Gershwin Piano Quartet (1996), das Theaterspektakel „L’homme Orchestre“ mit dem Clown Dimitri an den Luzerner Festwochen, usw.

André Desponds ist Dozent für Improvisation und Kammermusik an der Zürcher Hochschule der Künste.

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[accordion-item title=“Martin Lukas Meister, Leitung“]

 

Der Schweizer Dirigent Martin Lukas Meister ist mit einem breiten Repertoire international tätig im Bereich Oper und Sinfoniekonzert.

Seine Karriere als Kapellmeister an deutschen Opernhäusern krönte er mit dem Amt als Generalmusikdirektor des Staatstheaters Darmstadt. Davor war Martin Lukas Meister als 1. Kapellmeister und Stellvertreter des GMD am Pfalztheater Kaiserslautern und davor als 1. koordinierter Kapellmeister am Ulmer Theater engagiert.

Gastdirigate führten ihn bisher u.a. an das Gran Teatre de Liceu Barcelona, zum Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks, dem Zürcher Kammerorchester, dem Beethoven Orchester Bonn, dem Argovia Philharmonic, dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt, den Frankfurter Sinfonikern und dem Theater Würzburg.
Martin Lukas Meister absolvierte die Kapellmeisterausbildung der Musikhochschulen Basel, Bern, Genf und Zürich bei Ralf Weikert und Manfred Honeck. Internationale Meisterkurse, bspw. in Tanglewood, ergänzen seine dirigentische Ausbildung. An der Universität Zürich studierte er Musikwissenschaft, Musikethnologie und Philosophie. Er ist Träger des Dirigentenpreises der Schweizer Tonkünstlergesellschaft und der Kiefer-Hablitzel-Stiftung, sowie des 1. Preises der W. und B. Alter-Stiftung.

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